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Kinderdorf-Gruppe in Horhausen gewährt Einblick in ihren Alltag
HORHAUSEN, 11. Oktober 2011. Unsere vor einem Jahr neu eröffnete Kindergruppe in Horhausen konnte am vergangenen Wochenende zahlreiche Besucher zu ihrem ersten Tag der offenen Tür begrüßen. Auch Petrus hatte es an diesem Tag gut gemeint: Viele Gäste nutzten das überraschend sonnige Wetter, um das Haus und seine Bewohner bei Kaffee und Kuchen im Garten oder bei einer Führung durch den Wohnbereich besser kennen zu lernen.
Einige Einheimische, die bereits bei den Vorbesitzern öfter einmal zu Familienfeiern zu Gast gewesen waren, zeigten sich erleichtert: „Das Haus ist immer noch so schön wie früher.“ Gleichzeitig waren die Besucher beeindruckt, dass fast jedes der inzwischen sieben dort lebenden Kinder über ein eigenes Zimmer verfügt, das darüber hinaus ganz nach den Bedürfnissen seines kleinen Bewohners und mit viel Liebe zum Detail eingerichtet wurde. Alle Kinder des Hauses hatten sich sehr auf diesen Tag gefreut, bei der Vorbereitung der Dekoration mitgeholfen und sogar ihre (aufgeräumten!) Zimmer zur Besichtigung freigegeben.
Viele Fragen hatten das Erzieherinnenteam um Gruppenleiterin Franziska Müller, die pädagogische Leiterin Marion Schmidt und der Leiter der Einrichtungen des Familienwerk Jürgen Hänsel bei ihren Führungen zu beantworten. So erfuhren die Besucher unter anderem, dass die Kinder aus Familien in schwierigen Verhältnissen stammen und das Jugendamt deshalb eine Unterbringung außerhalb der Familie anordnen musste. In Horhausen werden sie nun rund um die Uhr betreut, sind in einen geregelten Tagesablauf mit Schule und Freizeitgestaltung eingebunden und erhalten zusätzlich individuelle Hilfen und Förderung.
Jürgen Hänsel unterstrich, dass die Einrichtung in Horhausen eine äußerst positive Entwicklung genommen habe und gut in der Bevölkerung angekommen sei. Das Team vor Ort habe mit viel persönlichem Einsatz hervorragende Aufbauarbeit geleistet, wofür er den Erzieherinnen noch einmal ausdrücklich seinen herzlichen Dank aussprach. Die Einbindung ins Dorf sei gelungen. Es bestünden viele gute Kontakte vor allem zu den lokalen Vereinen und Einrichtungen. So sei zum Beispiel der Sandkasten vor dem Haus nebst Spielgeräten einer Spende der Konfirmanden der Kirchengemeinde Holzappel und den Theateraufführungen „Kalif Storch“ der Ibell-Schule Diez in Horhausen zu verdanken. Aufgrund zahlreicher weiterer Spenden konnte selbst die Sanierung der baufälligen Terrasse und der Ausbau der Außenanlagen erfolgreich abgeschlossen werden. Wie gut die Einrichtung im Dorfleben integriert ist, zeigten auch die zahlreichen Geschenke, die von Nachbarn und anderen Besuchern für einzelne Kinder oder die ganze Gruppe mitgebracht wurden.
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