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Erbschaftsteuer und Freibeträge 2017-07-11T13:21:54+00:00

Erbschaftsteuer und Freibeträge

Gesetzliche Steuerklassen

Der Familienstand bzw. das Verwandtschaftsverhältnis zwischen Erblasser und Erwerber entscheiden über die Steuerklasse und über die Höhe des Freibetrags. Je näher das Verwandtschaftsverhältnis, desto höher ist der eingeräumte Freibetrag und desto niedriger der Steuersatz.

Neuerungen seit 1.1.2009

Mit dem Erbschaftsteuerreformgesetz vom 24.12.2008 wurden die persönlichen Freibeträge aller Steuerklassen angehoben. Bei Ehegatten wurden sie von 307.000 Euro auf 500.000 Euro aufgestockt, bei Kindern von 205.000 Euro auf 400.000 Euro. Eingetragene Lebenspartner erhalten nun denselben Freibetrag wie Ehegatten (zuvor: 5.200 Euro). Gleichzeitig wurden die Bewertungsvorschriften für Grundvermögen und Betriebsvermögen im Zuge der Vorgaben des Bundesverfassungsgerichts geändert. Die Bewertung erfolgt nun jeweils mit dem gemeinen Wert (Verkehrswert).
Die Höhe der zu entrichtenden Erbschaftsteuer bemisst sich grundsätzlich nach dem Wert der Erbschaft und danach, welcher der drei gesetzlich bestimmten Steuerklassen der Bedachte angehört. Von der Besteuerung ausgenommen sind Erwerbe in Höhe der persönlichen Freibeträge sowie alles, was der Gesetzgeber unter„Steuerbefreiungen“ geregelt hat.

Steuerfrei: Das Familienheim

Unabhängig von den persönlichen Freibeträgen und damit vom Wert der Immobilie bleibt das zu eigenen Wohnzwecken genutzte Familienheim in bestimmten Fällen steuerfrei. Für Ehegatten und eingetragene Lebenspartner gilt die Steuerbefreiung sowohl bei lebzeitigen Schenkungen als auch beim Erwerb von Todes wegen. Beim Erwerb von Todes wegen gilt allerdings eine Einschränkung: Die Steuerbefreiung entfällt rückwirkend, wenn das Familienheim innerhalb von zehn Jahren nach Erwerb nicht mehr selbst genutzt wird. Ist der Erwerber jedoch aus zwingenden Gründen an einer Selbstnutzung des Familienheims gehindert, z. B. bei einem Umzug ins Pflegeheim, dann bleibt er von der Steuer befreit. Für Kinder bzw. Kinder vorverstorbener Kinder gelten zwei weitere Einschränkungen: Steuerfrei ist nur der Erwerb von Todes wegen, außerdem gilt die Befreiung nur insoweit, als die Wohnfläche 200 qm nicht übersteigt.

Schenkung und Erbschaft

Die gleichen Freibeträge wie für den Erwerb von Todes wegen gelten grundsätzlich auch bei Schenkungen. Etwas anderes gilt nur bei Schenkungen an Eltern und Großeltern: Die Freibeträge sind hier niedriger (siehe Tabelle). Der Freibetrag steht innerhalb einer Zehnjahresfrist insgesamt nur einmal zur Verfügung, unabhängig davon, ob es sich um eine Schenkung oder Erbschaft handelt. Ein Beispiel: Eine Tochter erhält im Jahr 2001 von ihrem Vater schenkweise Vermögenswerte in Höhe des Freibetrags. Fünf Jahre später verstirbt der Vater und vermacht seiner Tochter Bargeld in Höhe von 250.000 Euro. Da seit der Schenkung keine zehn Jahre vergangen sind, ist der Freibetrag bereits ausgeschöpft. Daher fallen 11% Erbschaftsteuer auf die gesamten 250.000 Euro an.

Höhe der Erbschaftsteuer

Die über den Freibetrag hinausgehende Erbschaft muss versteuert werden. Hierfür gelten in Steuerklasse I nach wie vor sieben Abstufungen zwischen 7 und 30%. Mit Inkrafttreten der Reform gibt es in den Steuerklassen II und III nur noch zwei Abstufungen: Für Vermögenserwerbe bis sechs Millionen Euro gilt ein Steuersatz von 30%, Vermögenserwerbe über sechs Millionen Euro werden mit einem Steuersatz von 50% belastet.

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