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Form des Testaments 2017-07-11T13:24:41+00:00

Form des Testaments

Vorteile der Gestaltung

Wenn Sie ein Testament verfassen, können Sie unter Beachtung des Pflichtteilsrechts von der gesetzlichen Erbfolge abweichen und selbst festlegen, wer wie viel erhalten soll. So können Sie:

  • bestimmte Vermögenswerte bestimmten Personen zuwenden, durch klare Regelungen Erbstreitigkeiten verhindern,
  • Ihr Vermögen oder Teile davon einer guten Sache zukommen lassen,
  • steuerliche Nachteile vermeiden,
  • einen Testamentsvollstrecker einsetzen, um die Nachlassabwicklung und ggf. Nachlassverwaltung sicherzustellen.

Erbstreitigkeiten vermeiden

Durch umsichtige Gestaltung Ihres Testaments können Sie Erbstreitigkeiten vermeiden. Konflikte ergeben sich z. B. häufig in Erbengemeinschaften, die zwangsläufig entstehen, wenn zwei oder mehr Erben vorhanden sind. Das Gesetz fordert von der Erbengemeinschaft eine einstimmige Willensbildung, die sich in der Praxis jedoch oft nicht erzielen lässt. Mit einem Testament können Sie Konflikten vorbeugen, indem Sie entweder nur einen Erben einsetzen und die übrigen Personen mit Vermächtnissen bedenken, oder indem Sie einen Testamentsvollstrecker bestimmen, der die Erbauseinandersetzung durchführt.

Grenzen der Gestaltung: Der Pflichtteil

Wenn Sie nächste Verwandte, den Ehegatten oder eingetragenen Lebenspartner durch ein Testament von der gesetzlichen Erbfolge ausschließen wollen, haben diese Personen trotzdem einen Pflichtteilsanspruch. Dieser richtet sich auf Auszahlung eines bestimmten Geldbetrags und ist gegenüber den Erben geltend zu machen. Pflichtteilsberechtigt sind: der Ehegatte oder der eingetragene Lebenspartner, die nächsten Abkömmlinge, die Eltern, wenn keine Abkömmlinge vorhanden sind. Der Pflichtteil beträgt die Hälfte des Wertes des gesetzlichen Erbteils.

Niemand ist verpflichtet, ein Testament zu errichten. Liegt keine testamentarische Verfügung vor, gilt die gesetzliche Erbfolge. Diese berücksichtigt weder unverheiratete Partner noch Freunde oder gemeinnützige Organisationen. Mit Hilfe eines Testaments können Sie genau verfügen, was mit Ihrem Nachlass geschehen soll, vorausgesetzt Sie wahren alle Formvorschriften und formulieren Ihren letzten Willen klar, eindeutig und entsprechend den erbrechtlichen Bestimmungen.

Das eigenhändige Testament

Wichtigste Voraussetzung für die formale Wirksamkeit eines eigenhändigen oder privatschriftlichen Testaments ist, dass Sie Ihr Testament vollständig handschriftlich verfassen und dass Sie es eigenhändig und abschließend unterschreiben. Sehr ratsam ist es, das Testament mit Datum und Ortsangabe zu versehen, denn bei inhaltlichen Widersprüchen gilt grundsätzlich das jüngste Testament.

Das notarielle Testament

Das notarielle oder öffentliche Testament errichten Sie bei einem Notar Ihrer Wahl. Dieser berät Sie umfassend bei der Abfassung des Testaments. Hierfür fällt eine Gebühr an, deren Höhe sich nach dem Vermögen des Erblassers richtet. Bei komplexen steuerlichen, wirtschaftlichen und unternehmerischen Gegebenheiten empfehlen wir eine zusätzliche Beratung durch einen Steuerberater. Vorteile des notariellen Testaments sind, dass: das Testament formal wirksam und fälschungssicher ist, der Notar die Testierfähigkeit prüft und das Testament in amtliche Verwahrung gibt, d as Testament in Deutschland grundsätzlich einen Erbschein und damit die Kosten eines Erbscheinverfahrens erspart.

Der Erbvertrag

Ein Erbvertrag wird vom Erblasser vor einem Notar mit einer weiteren oder mehreren Personen abgeschlossen. Der Erblasser ist an die im Erbvertrag getroffenen vertragsmäßigen Regelungen stark gebunden, weil die Abänderbarkeit erschwert ist. Ein Erbvertrag ist zum Beispiel dann sinnvoll, wenn eine Pflegeverpflichtung einwandfrei abgesichert oder eine Unternehmensnachfolge in Abstimmung mit den Erben geregelt werden soll

Beispiel Notarkosten

Wenn Sie ein Vermögen von 200.000 Euro vererben wollen und ein notarielles Testament anfertigen lassen, verursacht dies Notarkosten in Höhe von 357 Euro und etwa 20 Euro Auslagen zzgl. MwSt. Für ein gemeinschaftliches Testament oder einen Erbvertrag berechnet der Notar immer das Doppelte der jeweiligen Gebühr.

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