Title Konzeption

UNSER ANGEBOT

Pflegefamilie Plus+

Unsere Pflegefamilien

sind ganz spezielle Angebote für Kinder und Jugendliche mit besonderem erzieherischem Bedarf zwischen 0 und 18 Jahren (Aufnahme bis maximal 13 Jahre). Diese waren zum Teil bereits als Kleinkinder entwicklungsbeeinträchtigenden traumatisierenden Erfahrungen wie zum Beispiel Vernachlässigung, Überforderung und/oder Abwesenheit von Elternteilen ausgesetzt.

Daher brauchen gerade sie ein besonders hohes Maß an belastbaren, bedingungsloser und verlässlicher Beziehung.

Unsere Pflegefamilien bieten den Kindern und Jugendlichen nicht nur einen familiären Rahmen mit festen Bezugspersonen sondern auch eine auf ihre besonderen Bedürfnisse individuell angepasste Erziehung, Förderung und Unterstützung.

Die Pflegefamilie PLUS+

Die Pflegefamilien sind Personen oder Paare, die Kinder mit besonderen Entwicklungsbeeinträchtigungen in ihrem häuslichen Umfeld aufnehmen und betreuen.

Bei diesen Menschen steht ihre persönliche Eignung im Vordergrund. Eine pädagogische Fachausbildung ist nicht unbedingt erforderlich!

Vorbereitung vor Aufnahme

Die Pflegefamilien werden immer pädagogisch vorbereitet für ihre besindere Aufgabe zur Aufnahme eines Kindes mit erhöhtem erzieherischen Bedarf durch folgende Module

  • 4 tägiges Einführungswochenende
  • 3 tägiges Theoriewochenende mit der Hochschule Heidelberg
  • mehrwöchige Hospitation in familienanaloger Wohnform und ein
  • Zertifikatskurs mit Studienbriefen der Fernhochschule Mobile University Riedlingen

Begleitung während der Aufnahme

Die Pflegefamilien werden durch einen mit pädagogischen Fachkräften ausgestatteten Fachdienst kontinuierlich beraten und begleitet:

  • d.h in der Regel wöchentliche Besuchs- und Beratungstermine
    • Mitarbeit des Beraters im täglichen Alltag
    • während Vermittlungsprozess
    • zu betriebswirtschaftlichen Belangen
    • zur Alltagsbewältigung
    • beim Hilfeplanverfahren
  • regelmäßige Fallsupervision
  • Kollegiale Supervision mit anderen Pflege- und Hauseltern
  • Video-Home-Training
  • Kriseninterventionskonzept zur Prävention dieser aber auch zur Unterstützung und Intervention in Form von einer telefonischen 24h Notdienstrufbereitschaft für Pflegeeltern
  • Wöchentliche Unterstützung durch eine Hauswirtschaftskraft
  • Ausführung von Reparaturen durch einen Hausmeisterdienst
  • Bei Aufnahme von mehr als 2 Kindern Unterstützung durch externe Fachkraft mit bis zu 40h wöchentlich
  • Begleitung von Rückführungs- und Verselbständigungsprozess

Wo und wie leben die Pflegefamilien?

Die Pflegefamilien liegen in städtisch oder ländlich geprägten Wohngebieten in Rheinland-Pfalz oder dem Saarland. Jedes Kind hat sein eigenes Zimmer. In der Regel leben zwei bis vier Pflegekinder in einer Familie.

Die Aufnahme eines Kindes bedeutet die bewusste Hereinnahme des Kindes in die eigene Familiensituation – die Familie nimmt ein Kind nicht nur auf, sondern gleichsam an. Die Herkunftsfamilie arbeitet im Rahmen der Hilfe, soweit möglich, mit und kann somit ein weitere emotional wesentlicher Bezugspunkt sein. Mit Respekt und Achtung werden die Ressourcen und die bisherigen Lösungsstrategien des Herkunftssystems immer wieder in den gemeinsamen Handlungsprozess integriert.

Eine lebensweltorierntierte Betreuungsform

Pflegefamilien bieten in ihren normalen Nachbarschaftsbezügen gute Voraussetzungen zur sozialen Integration in Schule, Vereine, Ausbildungs- und Arbeitsstellen. Für alle Altersstufen gilt hier Versorgung, Erziehung und Bildung als gleichwertiger Anspruch. Diese lebensweltorientierte Betreuungsform bietet den Kindern emotionalen Schutz. Die Kinder erleben eine konstante Beziehung / Betreuung über viele Jahre mit festen Bezugspersonen und ohne Institutions- oder Gruppenwechsel und „verwachsen“ mit ihrer „neuen Familie“. Sie erfahren die Stabilität und Sicherheit, die sie zum Groß- und Selbständigwerden benötigen. Die Beziehung zwischen Kindern und Pflegeeltern ist von hoher Qualität und muss nicht immer wieder neu geknüpft und hinterfragt werden. Bei Kindern jedes Alters wachsen das Einfühlungsvermögen und die Verantwortungsbereitschaft für andere, sie üben sich in Rücksichtnahme auf unterschiedliche Bedürfnisse, wie z. B.  Ruhe bei den Hausaufgaben, leben geregelte Tagesabläufe und trainieren gleichermaßen ihre Kompromissbereitschaft. Genauso erleben sie sich als Teil der Gemeinschaft, als Team.

Kontaktaufnahme

Gerne beantworte wir Ihre Fragen:

Albert-Schweitzer-Familienwerk Rheinland-Pfalz/Saarland e. V.
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65582 Diez

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